BodyCombat BootCamp 2010 in Nürnberg

“Einen großen Applaus nochmal für Stefan, der jetzt leider nach Nürnberg muss!”

So wurde ich von der BodyCombat-Präsentation verabschiedet, die ich Samstagabend um 20.15 Uhr mit einigen Teilnehmern halten durfte. Der Jubel als das Intro von Track 6 (BodyCombat 43) ertönte war schon groß, das Geschrei am Ende noch größer. Aber das alles war klein… sehr klein im Vergleich zu dem, was mich… uns erwartete:

Die Hinfahrt

… war mit 350km – dank freier Autobahnen – nicht sehr anstrengend. Um ca. 00.30 Uhr kam ich im Best Western in Nürnberg (direkt neben dem Injoy-Studio) an. Einchecken, ab ins Zimmer, ins Bett und Fernseher an: Boxen im Zweiten (Stieglitz vs. Gutknecht) – immerhin die letzten vier Runden! Eigentlich ein sehr guter Einstieg ins BodyCombat BootCamp und wirklich faszinierend, wie hart die Zwei in den letzten Runden noch aufeinander einprügelten. Ich bin mir sicher, dass der Kampf im Bootcamp angesprochen wird. Stieglitz gewann den Kampf übrigens nach Punkten (119-108, 117-111 und 117-110).

Der Tag der Abrechnung

… startete für mich um ca. 07.30 Uhr mit aufstehen… 5 Minuten bevor mein Wecker mich aus dem Schlaf gerissen hätte. Das nenn ich gutes Timing! Also raus aus dem (Queensize-) Bett, rein in die Klamotten… Frühstück!

Titelseite der Sonntagszeitung: Deutscher Flugraum weiterhin gesperrt! Na super… damit war die Les Mills Woche auf Fuerte für Frank Heinemann, Michaela Overhaus, Sjoukje Menkhorst und viele Andere gestorben. Kurz darauf kam auch Carina Simm in den Frühstücks-Saal, gefolgt von Marcus Müller. Wie von den Quarterlies eigentlich schon gewohnt, wurde ich von unseren Nationaltrainern sehr herzlich begrüßt. Nach ein paar Runden Smalltalk (mit einigen Erkenntnissen aus der Vergangenheit unserer NTs) waren es auch schon 08.30 Uhr (ungefähr) und wir machten uns auf den Weg in unsere Zimmer, Sachen packen, auschecken und ab in den Power Tower (ca. 150m Fußweg).

Für jemanden wie mich (ein Landmensch) war das Studio faszinierend. Weit entfernt von den “niedrigen” Räumlichkeiten die in meiner Gegend üblich sind. Sehr große offene Trainigsfläche und schön helle Kursräume. Leider blieb keine Zeit das Studio näher zu untersuchen… der Check-In wartete! Also schnell umziehen und ab zum Kursraum.

Lets get it on!

Die "Geschenkeausgabe"

Es war genug für jeden da. Also gab es keine Revierkämpfe!

Aufgabe 1 des Tages (die ich nicht mitbekommen habe *shame on me*): Den eigenen Namen in die Trackliste für die späteren Präsentationen eintragen.

Als Geschenk fürs kommen gab es – nachdem wir unsere Anwesenheit bestätigt haben:

  • Ein Les Mills-Schweißband
  • Ein Les Mills-Kugelschreiber
  • Ein Les Mills-BootCamp-Workbook

Danke dafür ;-)

Einen Stühlchenkreis gab es leider keinen, dafür eine andere Überraschung: Die Pausen fallen heute aus! Ich wusste nicht so recht ob ich mich freuen sollte oder nicht. Auf der einen Seite habe ich mich u. a. wegen der sportlichen Herausforderung zum BootCamp angemeldet, auf der anderen Seite musste ich aber an meine (lange) Rückfahrt denken!

Ka Ora… Ā upane, ka upane!
Das ist Leben… Ein Schritt nach oben, und noch einer!

Also Augen zu und durch!!

Carina Simms vor der Masterclass

Wir starteten mit der BodyCombat 43 MasterClass und ebenfalls mit dem ersten Problem: Umdenken! Es ist als Instruktor nicht ganz einfach sein Rechts-Links-Verhalten umzustellen (nicht wahr Manuela? ;-) ). Aber es hat (bis aufs Cooldown) doch ganz gut geklappt.

Anschließend beschäftigten wir uns mit dem wichtigsten Teil der Choreo-Vorbereitung: Scripting. Aus diesem Grund habe ich mich zum BootCamp angemeldet: Ich will wissen was ich beim Scripting besser machen kann!
Wir sind mehrere Schritte des Scriptings durchgegangen. Dinge die ich aus meiner Ausbildung nicht (mehr) kannte, welche mir aber schon jetzt helfen konnten, mein nächstes Scripting zu verbessern.
Wieso?
Weil jeder der Schritte miteinander verbunden ist und man bei gezielter Durchführung viel Zeit sparen kann, ohne es zu bemerken.
Welche Schritte das sind? Es fängt mit einer Mindmap über jeden einzelnen Track an… und endet mit dem fertigen Scriptingblatt. Allein die Inhalte der Mindmap finden ihren Weg in jeden einzelnen weiteren Schritt (sei es das Track-Intro oder Cueing).

Marcus Müller bei der Analyse... Konzentration!

Insgesamt verbringt man mit dem Scripting sehr viel Zeit, welche sich wirklich rechnet. Dennoch ist unsere Arbeit ein Witz gegenüber der von Dan und Rachael. Wir haben durch Marcus einen tieferen Einblick in die Entstehung einer BodyCombat-Choreo bekommen. Ebenso durften wir in das vorbereitende Training schnuppern (an alle BootCamp-Teilnehmer: Danke das wir das zusammen durchstehen durften!).

Die Filming-Trainingseinheiten sind ein hartes Ganzkörper-Training. Ausdauer, Kraftausdauer und Schnellkraft… alles in fünf Einheiten aufgeteilt: Warm-Up und vier Trainingseinheiten (mit unterschiedlichem Focus). Dauer? Wissen wir nicht…nach der dritten Trainingseinheit war Ende! Wir konnten nicht mehr… also doch eine kurze Pause (umziehen, kurz was essen und trinken) und weiter mit Theorie und anschließend ein paar Runden Techniktraining an den Pratzen… und die Vorbereitung auf unsere Tracks.

Die Teilnehmerpresentation gehörte zu den Teilen, die am direktesten umgesetzt werden konnten. Im schlimmsten Fall lief der Track ganze fünf Sekunden an… und schon gab es Korrekturen. Dadurch hatte man endlich die Möglichkeit direkt sein Feedback zu bekommen und nicht erst nach ca. drei Monaten (oder mehr) Wartezeit auf das Assessement. Sehr schön hier einen Feinschliff zu bekommen und kleinere Fehler, die vorher niemanden aufgefallen sind, zu korrigieren.

Mit den Präsentationen, der abschließenden Feedbackrunde und Pro-Lizenz-Verteilung, endete das BodyCombat-Bootcamp auch schon…

Abschließend bleibt über diesen Tag eigentlich nicht viel zu sagen… uns wurde gezeigt, dass der Weg zu körperlicher und geistiger Weiterentwicklung niemals endet, dabei allerdings niemals lästig wird: Ā upane, ka upane! Ein Schritt nach oben, und noch einer!

Schlusswort, Grüße, Anregungen, etc.

Das BodyCombat-BootCamp ein wichtiger Schritt in meiner Entwicklung.
Dennoch bleiben am Ende ein paar Dinge, die ich mir anders vorgestellt habe:

Größere Feedback-Runden

Das erhaltene Feedback war super! Dennoch hätte ich mir mehr solcher Runden gewünscht. Durch das Limit von 20 Teilnehmern, ist dies jedoch nahezu unmöglich an einem Tag zu bewältigen. Ich hoffe auf die AIM (Advanced-Instructor-Modules). Näheres dazu folgt bestimmt in den nächsten Les Mills-Newslettern

BootCamp-Beurteilungen

Ich würde die Beurteilungen der Nationaltrainer und des BootCamps selbst auf einen späteren Zeitpunkt legen. Es ist sehr schwierig sämtliche Eindrücke des BootCamp direkt im Anschluss zu verarbeiten und zu nennen. Ich glaube so könnte ein reelleres Bild der Meinung erzeugt werden.

Am Ende das Wichtigste

Vielen Dank an Marcus und Carina für diesen interessanten, anstrengenden aber auch super Tag!

Danke an das Team des Power Towers für die Verpflegung während des ganzen Tages!

Vielen Dank auch an alle Teilnehmer (Manu, Diana, Ralf, Stefan, Stefan und alle die mir gerade nicht mehr einfallen :-( ): Gemeinsam sterben macht doch mehr Spaß!

Die gesamte BootCamp-Truppe

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