Les Mills Convention auf FIBO 2011 abgesagt!

Viele haben es direkt von Les Mills erfahren, andere erst im Nachhinein via Facebook oder persönlichen Kontakt:

Die Les Mills Convention auf der FIBO 2011 fällt dieses Jahr aus!

Les Mills wird aber weiterhin mit einem Stand auf der Messe vertreten sein.

Was sind die Gründe für den kurzfristigen Ausstieg? Les Mills nennt Anfangs nur “organisatorische Gründe”, was wiederum sehr großen Spielraum für Spekulationen aufwirft:

Gab es zu wenig Anmeldungen um die Kosten zu decken?
War der logistische Aufwand zu groß?
Gab es interne Probleme?

Die spätere Begründung von Les Mills ist einfach und einleuchtend:

[...] Wir haben schlichtweg die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, wir sind nicht einmal in die Nähe der Mindesteilnehmerzahl gekommen. [...]

Wieso die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wurde bleibt – natürlich – offen.
Les Mills vermutet, dass es an den stark frequentierten Quarterlies liegt.

Es könnte zusätzlich auch an dem – im Vergleich zum letzten Jahr – hohen Preis bei gleichzeitig geringerer Präsenz (zwei anstatt vier Tage) gelegen haben. Ca. 80 EUR pro Person inkl. FIBO-Eintritt zuzüglich Anfahrt, Hotel und Verpflegung lassen die Kosten für ein kurzes Sport-Wochenende schnell auf 200 EUR kommen. Ich wäre gerne auf die FIBO gegangen allerdings war es mir – und meinen Teilnehmern die gerne mitgekommen wären – zu teuer.

Dennoch sind durch die Absage und die im ersten Moment schlechte Kommunikation seitens Les Mills andere Aspekte zum Vorschein gekommen, die anscheinend nicht nur mir in der Vergangenheit aufgefallen sind:

Im ersten Quarterly-Bericht aus Düsseldorf habe ich bereits angesprochen, dass man immer die gleichen Leute auf den Fortbildungen wiederfindet… und genau diese Menschen fühlen sich in vielerlei Hinsicht im Stich gelassen. Sei es bei der Organisation der Quarterlies oder deren Ausstattung (mit Musik, Licht, etc.) und dem immer wieder fehlenden “wir sind für euch da”-Gefühl.
Vor allem Letzteres scheint immer mehr Aufmerksamkeit bei den Instruktoren zu finden und wird auch bei diversen Unterhaltungen untereinander häufig angesprochen. Die einzige Aufmerksamkeit von Les Mills kommt von Seiten der Nationaltrainer, die uns alle drei Monate wieder mit neuer Energie volltanken und sich wirklich darum bemühen für jeden als Ansprechpartner da zu sein!

Ich lasse folgenden Kommentar aus Facebook einfach mal so stehen und freue mich über jede Anmerkung:

‎”World Leader in Group Fitness”
Wetten, so was wie Zumba wird auf der FIBO sehr wohl vertreten sein?
In meinen Augen sind die wenigen Instruktoren und Teilnehmer-Junkies, die auf die Quarterlies fahren, diejenigen, welche den Les Mills Zauber am Leben halten. Das sind die Instruktoren, die sich freiwillig abends treffen und vor dem Spiegel die Choreos üben, weil sie wollen, dass an dem Tag der Einführung alles perfekt sitzt. Die sich überteuerte Klamotten und Taschen kaufen, nur weil “Les Mills” drauf steht. Die mit ihrer Begeisterung dafür sorgen, dass ihre Studios immer neue Lizenzen kaufen.
Und die Quarterlies sind unsere Gelegenheit, aufzutanken. Kurse so zu erleben, wie sie in unseren Kursräumen nie stattfinden (welcher Teilnehmer fährt schon hunderte Kilometer, nur um in meine Stunden zu kommen?). Einen Tag nach dem Quarterly in Seligenstadt kann ich nur sagen “Mann, hat das gut getan, genau das hab ich gebraucht!”.
Les Mills Germany, genau das seid ihr uns schuldig. Früher wart ihr 4 Tage auf der Fibo, mit Live Musik, jetzt reicht das Geld nicht mal mehr für 2? Und Hameln soll auf einmal doppelt soviel kosten? (Damit die “Sensation White Party” dann wieder ausfällt?) Und AIM dient auch nicht nur dazu, eure treuen Trainer ein bisschen mehr ausbluten zu lassen?
Dass man mich richtig versteht: ich liebe Les Mills (Neuseeland), ich liebe Dan und Rachel, unsere NTs, “fighting globesity”. Ich will nur sagen: meiner Meinung nach spart ihr am völlig falschen Ende, das wird auf lange Sicht nicht gut ausgehen.

Kommentare

  1. Di, 15.03.2011; 16:17 Uhr

    Papini, René

    da ist was dran

  2. Do, 14.04.2011; 12:48 Uhr

    marie

    Ich geben mal hier meinen Kommentar ab, in der Hoffnung, daß sich vielleicht mal einer der “Offiziellen” dazu Gedanken macht:
    a) eine Messe wie die Fibo ist kein Event, das als Nullsummenspiel geplant werden kann. Die Messe ist Werbung, eine Gelegenheit neue Kunden zu begeistern und zu inspirieren, Teilnehmer, Trainer und Inhaber neugierig zu machen. Werbung kostet Geld, aber sie zahlt sich später aus. Wenn es dafür keinen Etat gibt, kann die Community nicht wachsen.

    b) Warum sich abkapseln und eine eigene “LesMills only”-Veranstaltung machen? Es gibt eine DFAV-Convention, in deren Rahmen die stärksten Konkurrenten von LMI-Programmen auftreten. Iron System sponsort zu dem die Teilnahme mit kostenlosen Goodies und der Halbierung der Conventiongebühr. Egal, wer zur DFAV-Convention geht, alle werden Zumba und Hot Iron sehen und mitmachen können, aber LMI ist irgendwo in einer anderen Halle für sich. Und da bleibt man auch unter sich. Welchen Grund haben die Leute, ein LMI-Programm auszuprobieren, das sie nicht kennen, wenn sie sich bei der anderen Convention austoben können? Wie groß wird das Interesse sein, über den Zaun zu schauen? Wie will man so neue Teilnehmergruppen erschließen, wenn man sich nicht integriert und sich dem direkten Vergleich stellt und dann vielleicht durch Fun und Fitness-Magic überzeugt?

    Ich war lange Zeit ein großer Fan von LMI. Dann bin ich in eine Stadt gezogen, wo es kein Studio gibt, das die Programme anbietet. Ich habe alles versucht, Überzeugungsarbeit leisten, bei LMI angerufen, danach gefragt, ob sie nicht mal eine Promotion-Tour machen wollen. Nichts.
    Als die Zumba-Welle anrollte, dachte ich an BodyJam und fragte mich, warum ist Zumba auf dem INTAKO vertreten und BodyJam kennt keiner?
    Und dann frage ich mich noch, wie können andere Lizenzprogramme bestehen und überleben, die ihre Existenz nicht an Studiolizenzen festmachen, sondern an Trainern? Die haben doch auch ein Geschäftsmodell.

    Mein Fazit: das Marketing von LMI in Deutschland ist leider eine Katastrophe. Statt Bodypump mache ich jetzt Hot Iron, wenn auch nicht freiwillig, und kann froh sein, daß es wenigstens das ist und nicht irgendein selbstgebastelter Freestyle-Kurs. Und zwei mal Convention-Gebühr hätte ich auch nicht gezahlt, das war einfach nicht drin

    Schade, wirklich schade, aber so werden sich die schönen Programme von LMI hier einfach nicht verbreiten :-( ((