Les Mills-Ausbildung

Wie werde ich Les Mills-Instruktor?

Prinzipiell kann jeder Les Mills-Instruktor werden! Es gibt allerdings einige Vorraussetzungen die von euch erfüllt werden müssen: Ihr müsst gesund und frei von körperlichen Beschwerden oder Behinderungen sein und ein Mindestmaß an körperlicher Fitness besitzen. Davon abgesehen ist Freude an Musik und Bewegung ein wichtiger Faktor. Auch ohne Eigenmotivation und Spaß mit anderen Menschen zu arbeiten, ist an eine Tätigkeit als Les Mills-Instruktor ausgeschlossen. Denn daruf baut einer der wichtigsten Faktoren auf: Begeisterung und Leidenschaft andere Menschen zu motivieren und der Wunsch, die Welt dieser Menschen zu verändern! Um persönlich wie auch praktisch voran zu kommen, sind Offenheit, Kritikfähigkeit und Teamfähigkeit das A und O.

Les Mills Basic

Seit September 2009 gilt für werdende Instruktoren ohne sportliche Vorbildung die Pflicht, einen Basiskurs zu besuchen. In Zusammenarbeit mit dem DFAV werden euch die Grundlagen der Gruppenfitnessleitung (z. B. Anatomie und Physiologie oder Trainings- und Bewegungslehre) vermittelt.
Nähere Informationen und Termine findet ihr auf den Les Mills Basic-Seiten.

Die fünf Schlüsselelemente

Ich werde nicht im Detail auf die Schlüsselelemente eingehen, da diese ein wesentlicher Bestandteil der Les Mills-Philosophie sind.

Die Les Mills-Philosophie stützt sich unter anderem auf die fünf Schlüsselelemente Choreographie, Technik, Coaching, Connecting und Fitness Magic, von denen die ersten drei das größte Gewicht haben. Denn wer diese Grundlagen nicht beherrscht, kann keinen Kurs unterrichten.

Das Les Mills-Bewertungssystem

Am Ende des Ausbildungswochenendes wird jeder Ausbildungsteilnehmer bewertet. Diese Bewertung dient als Grundlage für die weitere Entwicklung des Instruktors. Es gibt drei Status nach einer Les Mills-Ausbildung:

RTT (ready to teach)

Der Instruktor darf ab sofort seine eigenen BodyCombat-Kurse unterrichten und hat drei Monate Zeit sein Assessement einzuschicken.

RTTT (ready to team- teach)

Der Instruktor darf eine bestimmte Zeit nur im Team unterrichten. Der Zeitraum wird vom Ausbilder festgelegt, beträgt aber maximal 3 Monate. Ab dann hat der Instruktor ebenfalls drei Monate Zeit sein Assessement einzuschicken.

Nicht bestanden

Wie der Name schon sagt: Es fehlt noch etwas um ein Okay für eine Kursleitung zu bekommen. Das Modul 2 muss wiederholt werden. Dies ist im Prinzip ein Geschenk von Les Mills, denn die Wiederholung kostet den werdenden Instruktor keinen Cent (abgesehen von Anfahrtskosten). Man bekommt also in jedem Fall eine zweite Chance sich erneut zu beweisen!

Meine zwei Zeilen zur Ausbildung

Die Ausbildung selbst ist körperlich eine große Herausforderung! Ich dachte durch meine Freestyle-Kurse hätte ich einen recht guten Fitnesslevel. Aber die BodyCombat-Ausbildung im Februar 2009 hat mich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt! Abgesehen von den wichtigen theoretischen Teilen (vor allem im Bezug auf die fünf Schlüsselelemente) dient die Ausbildung – meiner Meinung nach – in erster Linie dazu, den Fitnesslevel der Instruktoren auf den benötigten Stand zu bringen. Denn als Teilnehmer ist BodyCombat das eine… aber als Instruktor spielt man sprichwörtlich in einer anderen Liga!
Auf die BodyPump-Ausbildung war ich persönlich besser vorbereitet, da in unserem Studio vorher ein ähnliches Langhantel-Programm angeboten wurde, an dem ich regelmäßig teilgenommen habe. Das hat mich zwar nicht vor dem Dauermuskelkater bewahrt… aber ich konnte mich, im Gegensatz zum Ende der BodyCombat-Ausbildung, noch bewegen.

Meine Empfehlung

Jeder dem es Spaß macht andere Menschen im Bereich Sport zu motivieren, sollte sich mit den Les Mills-Programmen beschäftigen und auch darüber nachdenken diese zu Unterrichten. Der Effekt der einzelnen Programme ist schnell spür- und sichtbar. Aber bereitet euch auf eine körperliche Herausforderung vor!